Der Rassestandart
Der Standart der Britisch Kurzhaar ist kurz und einfach, wie auch die Katze selbst nicht kompliziert ist. Der Körper selbst ist groß bis mittelgroß und muskulös. Die Brust ist breit, Schulter und Rücken sind massiv und gedrungen. Die Beine sind kurz und stämmig, die Pfoten rund und kräftig. Der Schwanz ist kurz und dick mit einem runden Ende. Auf einem sehr stark entwickelten Hals sitzt der runde, massive Kopf mit breitem Schädel. Das Kinn ist kräftig. Die Nase ist kurz, breit und gerade mit leichter Einbuchtung aber ohne Stop. Die Ohren sind kurz und breit und leicht abgerundet. Die Augen sind groß und rund mit breitem Abstand und schön weit geöffnet. Das Fell ist kurz, dicht und kräftig. Es liegt nicht an und verfügt über eine gute Unterwolle. Die Briten sind kuschelige Teddybären. Sie sind pflegeleicht und die Fellpflege nicht sehr zeitaufwendig. Ab und zu bürsten genügt, beim Fellwechsel jedoch öfters, denn auch das Teddyfell kann verfilzen.
Das Wesen
Die BKH gibt es heute in vielen reizvollen Farben, sie ist unkompliziert, ausgeglichen und verschmust - die ideale Wohnungskatze. Die BKH ist von Natur freundlich und anpassungsbereit. Ihre innere Uhr sagt ihr schon bald, wann es morgens Zeit zum Aufstehen ist, wann Herrchen oder Frauchen von der Arbeit kommen, wann Spielstunde, Futter- oder Schlafenszeit ist.
Wie alle menschenbezogenen Rassekatzen ist die BKH grundsätzlich tagaktiv und schläft nachts. Wer allerdings in der Eingewöhnungsphase das unsichere Miauen seines Kätzchens nachts missversteht, es womöglich füttert und dann mit ihm spielt, der wird erleben, dass er von nun an allnächtlich zur fröhlichen Fress- und Spielstunde gerufen wird, denn die Kleine meint, das sei in ihrem neuen Heim so üblich. Das selbe gilt für die Wochenenden und Morgenstunden.
Die Merkfähigkeit der BKH ist beachtlich. Sie lernt leicht und behält die in der Jugend eingeübten Verhaltensweisen bei. Das gilt wohl für alle Gewohnheiten des täglichen Lebens, wenn es z.B. um erlaubte oder verbotene Räume, Futterplatz, Kletterbaum und Kratzgelegenheiten geht. Die BKH lernt Türen zu öffnen oder auf Zuruf zu kommen. Zuneigung zeigt sie, indem sie dem Menschen unverwandt ins Gesicht schaut, ihn anschnurrt, ihm entgegenläuft, "Köpfchen gibt", sich vor ihm auf den Boden wirft. Sie "spricht" verhalten, die menschenfreundliche BKH ist ein Meister des "stummen Miau", einer kätzischen Ausdrucksform, die häufig nicht verstanden wird. Die Katze schaut den Menschen intensiv an, öffnet das Mäulchen - aber kein Laut ist zu vernehmen. Dies ist der Ausdruck größter "verbaler" Liebenswürdigkeit, die eine Katze dem Menschen entgegenbringen kann.
Die BKH folgt ihrem Lieblingsmenschen möglichst überall hin und lässt sich in seiner Nähe nieder. Dabei ruhen sie meistens lieber neben ihm als auf seinem Schoss. Auch lässt sich die BKH nur ungern länger auf dem Arm halten - wahrscheinlich ist es ihr zu warm. Dank ihrer Gutmütigkeit passt die BKH gut zu Kindern, sofern sie nicht als "Spielzeug" missbraucht wird. Oft ist es ein jüngeres Familienmitglied, dem sich die BKH besonders eng anschließt. Unter all den Rassekatzen, die es heute gibt, gehört sie zu denjenigen mit ausgeprägter Persönlichkeit. Sie ist eine Individualistin mit Familiensinn, ausgeglichen im Temperament, bedächtig in der Bewegung, anhänglich und anpassungswillig, friedfertig, intelligent, mit einem guten Gedächtnis, begabt, empfindsam und etwas introvertiert.Die BKH nennt man auch wegen ihrer Treue und Gelehrigkeit die "Hunde-Katze", und wegen ihrer vornehmen Zurückhaltung auch die "Aristokratin unter den Katzen".
Charakter / Besonderheiten
Diese in ihrer Art an einen Teddy erinnernde Katze ist friedfertig, freundlich, geduldig, ausgeglichen, wenig erregbar. Mit einem so ausgeglichenen Charakter ist gut auszukommen. Sie lebt sich ebenso gut in der Stadt wie auf dem Land ein, wo sie ihre Fähigkeiten als geschickter Jäger unter Beweis stellt. Sie verträgt sich gut mit Artgenossen und mit Hunden, sie kann auch lebhaft und verspielt sein. Sie ist sehr anhänglich, dabei aber nicht aufdringlich.
Dieses robuste Tier braucht 2 bis 3 Jahre, bis es ausgewachsen ist. Für die Pflege sind je ein Mal kämmen und bürsten pro Woche ausreichend. Während des Haarens, das ein beträchtliches Ausmaß annimmt, bürstet man das Fell täglich.
